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So wird die Ringübergabe unvergesslich

Veroffentlicht am 25. August 2025

Trauzeugen, Gottimeitli, Hund oder doch ein ferngesteuertes Auto - wer soll euch die Ringe bringen? Ein Gastbeitrag von Daniela Vögtlin / Younique Ceremonies.

Eine freie Trauung lebt von Elementen, die unverkennbar EUCH als Paar widerspiegeln. Eine persönliche Note beim Überbringen der Ringe? Unbedingt!

Der Ringtausch gehört für viele zu einer Trauung dazu. Dabei müssen es nicht immer Ringe sein, auch eine spezielle Halskette, Uhr oder ein gemeinsames Tattoo kann ein starkes Symbol der Zusammengehörigkeit verkörpern. In diesem Beitrag reden wir der Einfachheit halber von «Ringen».

Für die einen mag es schon von Beginn weg glasklar sein, wer ihnen die Schmuckstücke nach vorne bringen soll - anderen wiederum ist es nicht bewusst, dass sie auch dieses Element ganz persönlich gestalten können. Es folgen einige Inspirationen, die helfen können, die Option zu finden, die ganz zu euch passt.

Trauzeug:innen

Die Trauzeug:innen haben bei einer freien Trauung keine fixe Aufgabe wie auf dem Standesamt. Wenn ihr sie gerne in die Zeremonie einbeziehen möchtet, bietet es sich an, dass sie euch die Ringe bringen. Dieser Akt kann symbolisch dafür stehen, dass sie zu eurer Verbindung stehen und euch auf eurem Weg als Paar weiterhin begleiten werden.

Hierbei ist es schön, wenn jeder von ihnen jeweils einen Ring nach vorne bringt - entweder denjenigen, der für die ihnen näherstehende Person gedacht ist - oder eben genau umgekehrt.

Spezielle Bezugsperson

Wurdet ihr beiden von einer bestimmten Person, die ihr eingeladen habt, damals verkuppelt? Habt ihr (beide!) zu einer Person eine ganz spezielle, enge Beziehung? Dann lohnt es sich, diesen Menschen einzubinden. Was immer für euch stimmt, passt am besten. Wenn es dabei für den oder die Traurednerin noch eine kleine Geschichte/Anekdote dazu zu erzählen gibt, umso besser.

Kinder

Seid ihr Gotti/Götti oder Tante/Onkel von einem Kind, das bei der Trauung dabei sein wird oder habt ihr sonst nahestehende Kinder mit dabei? Dann kann es supersüss und auch sehr auflockernd sein, wenn sie euch die Ringe nach vorne bringen.

Wichtig ist es hier vorher mit den Eltern oder je nach Alter direkt mit dem Kind abzuklären, ob das Kind das gerne machen würde. Die einen platzen beinahe vor Stolz, andere sind eher schüchtern und mögen es nicht, so «ausgestellt» zu sein. So oder so ist hier Gelassenheit und Spontaneität ratsam, denn mit Kindern läuft es oftmals nicht genau so wie geplant. Es kann sein, dass der süsse zweijährige Neffe euch das Ringkissen strahlend vor die Füsse schmeisst, anstatt es euch sanft in die Hände zu drücken - oder, dass das kleine Gottemeitli genau in diesem Moment eingeschlafen ist. Aber dafür soll es an einer freien Trauung Platz haben. Dann gibt es eben einen Lacher, der für allgemeine Heiterkeit sorgt, dann bringt eben das Mami des schlafenden Gottemeitlis die Ringe nach vorne oder oder oder. Es gibt immer einen Plan B, C oder D.

(Haus-)Tiere

Dasselbe gilt natürlich auch, wenn ihr Tiere einbinden möchtet. Warum nicht dem geliebten Hund die Ringe ans Halsband schnüren, damit er sie im richtigen Moment schwanzwedelnd überbringen kann? Warum nicht das Pony oder einen Falken die Ringe bringen lassen? Alles möglich - mit der richtigen Planung. Überlegt euch hier gut, wo das Tier ein ruhiges, kühles/warmes Plätzchen haben kann vor und nach seinem Einsatz. Wer kennt das Tier gut genug und kann sich darum kümmern und es im richtigen Moment anleiten/begleiten? Übt das Ganze vielleicht vorher schon mit dem Tier, dann merkt ihr auch gleich, wo gewisse Herausforderungen lauern.

Ringwarming

Das sogenannte «Ringwarming» ist ein Ritual, bei dem eure Ringe mit guten Wünschen von sämtlichen Gästen aufgeladen werden. Sie wandern während einem speziellen Song durch die Stuhlreihen - entweder aufgezogen an einem Band oder in einem Gefäss (damit sie nicht verloren gehen). Zum Schluss kommen die Ringe mit den guten Wünschen zu euch.

Zufallsprinzip

Wenn ihr spontan seid und es gerne locker haben mögt, könnt ihr auch ein kleines Spannungsmoment einbauen. Ihr könnt eurem Trauredner/eurer Traurednerin sagen, sie sollen die Ringe jeweils unter zwei unterschiedliche Stühle der Gäste kleben. Die Gäste werden dann im richtigen Moment dazu aufgefordert nachzuschauen, wem die heutige Ehre gebührt, den Ring nach vorne zu bringen. Wenn ihr Angst habt, dass die Ringe verloren gehen, könnt ihr die Ringe auch in einem Gefäss aufbewahren und nur einen Zettel oder etwas anderes symbolisches unter die Stühle kleben lassen.

So ist es nicht nur für euch als Paar eine Überraschung, wer euch die Ringe bringen wird, sondern auch für die Gäste.

Ferngesteuerte Fahrzeuge o.Ä.

Habt ihr ein spezielles Hobby, das mit Fahrzeugen zu tun hat oder habt ihr euch vielleicht sogar so kennengelernt? Warum dann nicht die Ringe von einem ferngesteuerten kleinen Auto/Traktor/Lastwagen nach vorne chauffieren lassen?

Auch dies kann ein grossartiges Überraschungsmoment für eure Gäste sein.

Spezielles Gefäss

Ihr möchtet keine grosse Ringübergabe machen, aber trotzdem etwas Spezielles einbauen?

So könnte es auch eine Idee sein, die Ringe zum Beispiel in einem Lego-Haus einzumauern, das ihr zuerst einreissen müsst, um daran zu kommen. Oder sie liegen in einer Schatztruhe mit Zahlenschloss, zu dem ihr die Zahlenkombi zunächst ausknobeln müsst. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass es zu euch passt und ihr euch wohl damit fühlt.

Egal wofür ihr euch entscheidet, egal ob Ringtausch oder nicht und vor allem: egal, was andere dazu sagen - das Wichtigste ist, euch Gedanken dazu zu machen, was zu EUCH BEIDEN passt. Es muss nicht immer etwas Spezielles sein. Folgt eurem Herzen, eurem Bauchgefühl. Dann wird die Zeremonie, euer Fest und der ganze Tag zu EUREM!


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